Dimitri de Perrot

In Zürich gründeten der Tänzer Gregor Metzger, der Musiker Dimitri de Perrot und der Artist Martin Zimmermann 1998 das Trio und Kollektiv MZdP aka Metzger / Zimmermann / de Perrot. Und schon 1999 brachte ihnen ihre ersten Kreation GOPF internationalen Erfolg, gefolgt von HOI und JANEI, die 2001 bzw. 2004 Premiere feierten und ebenfalls auf internationale Tourneen gingen.

Das Repertoire war also klein, aber die Virtuosität des Trios war groß, was das Schauspielhaus Zürich 2004 mit der Aufführung aller drei genannten Stücke während eines Monates würdigte. Im selben Jahr wurden sie ebenfalls über vier Wochen in Paris im Rahmen des Festivals «Terre de cirques» in der La Villette aufgeführt. Dieser Erfolg beruhte auf einer zügellosen Vorstellungskraft und einer strengen Interpretation, die kritische, eiskalte und humorvolle Aussagen zügelte.

Aber worum ging es in MZdP? Von den Schwächen und Ungeheuerlichkeiten der Macht, zumindest in JANEI. Das Ballett des Erscheinens und Verschwindens, das von Dimitri de Perrot mit Live-Musik untermalt wurde und von Metzger und Zimmermann aufgeführt wurde, zog sich von einer Kreation zur nächsten. Die beiden waren «mit dem Teufel im Bunde». Sie kamen und gingen mit der Gewandtheit von Kobolden durch Schlitze, Oberlichter und Hintertüren. Ebenso bekämpften sie viele offene Hinterhalte in Holzpalisaden. Ein Bühnenbild im Bauhausstil, das auf der Bühne eine Welt einrichtet, in der Fallen und Träume auf das Leben des Trios lauern.
In HOI durchstreifte das Trio die Berge in einem alpinen Epos, in dem sich das Gesicht der Schweiz zwischen zwei hervorragend ausgeführten Skiabfahrten auf den Brettern abzeichnete.

In JANEI ging es um Macht und ihren Missbrauch. Da verausgabte sich das Kollektiv nach Herzenslust. Kein Mitleid für einen der drei, der hier die Tyrannei seiner Mitmenschen zu ertragen schien. Das Leben ist hart in dieser Welt, in der das Gesetz des Stärkeren immer das Beste ist.

Nach siebenjähriger Zusammenarbeit, 21 bespielten Länder und über 450 gemeinsamen Auftritten, löste sich das Trio Ende 2005 auf.

Dimitri de Perrot und Martin Zimmermann gründeten anschliessend das Regieduo Zimmermann & de Perrot und entwickelten die Kunstform weiter. 
Mehr Infos zu Zimmermann & de Perrot

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